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Dommuseum Frankfurt

Domriss A: Aufriss des Pfarrturms von St. Bartholomäus, um 1420
Historisches Museum Frankfurt, Inv. Nr. C.ISG.005
Foto: Horst Ziegenfusz

Madern Gerthener und der Pfarrturm von St. Bartholomäus 
600 Jahre Frankfurter Domturm

20. November 2015 – 7. Februar 2016


> Galerie - Bilder der Ausstellungseröffnung



Die Ausstellung „Madern Gerthener und der Pfarrturm von St. Bartholomäus“ erzählt von Planung und Bau des Frankfurter Domturms. 1415 wurde der Grundstein gelegt, 1514 der Bau nach der Schließung der Kuppel eingestellt. Nach dem Dombrand von 1867 machte Dombaumeister Franz Joseph Denzinger die Pläne aus der Zeit Madern Gertheners zur Grundlage des Wiederaufbaus.

Bis zu zwei Meter hohe mittelalterliche Risse, Skulpturen, u.a. vom Memorienportal des Mainzer Doms, und die Dokumentation der neuesten Forschungen zur Entstehungsgeschichte des Domturms zeigen in einer konzentrierten Schau die vielen Aspekte des Schaffens des großen Frankfurter Baumeisters Madern Gerthener.

Am 6. Juni 1415, eine Stunde nach Mittag, wurde in Anwesenheit der Stiftsgeistlichkeit und des Stadtrats der Grundstein zum Domturm gelegt. Das war der Beginn eines Bauprojekts, das die Frankfurter die nächsten hundert Jahre begleiten sollte: mit einem emphatischen Beginn, Finanzierungskrisen, Baustopp, diversen Baumeistern und Architekten, Planänderungen und Kompromissen. Entstanden ist ein Wahrzeichen der Stadt Frankfurt: ein Gebäude, das die Stadtsilhouette unverwechselbar gemacht hat.

Dieses Jubiläum ist der Anlass unserer Ausstellung. Im Kreuzgang des Frankfurter Doms werden die historischen Aufrisse des Turms gezeigt. Diese bis zu 2 Meter hohen Planrisse werden im Historischen Museum Frankfurt aufbewahrt und sind fast nie zu sehen, da sie sehr lichtempfindlich sind. Die Risse und die Gründungsdokumente, also der Vertrag zwischen Stadt und Stift und der Bericht über die Grundsteinlegung und historische Grundrisse bilden den Kern der Ausstellung.

Dazu kommen weitere Entwürfe Madern Gertheners, seines Umkreises und seiner Nachfolger. Im zweiten Teil der Ausstellung stehen die vier Figuren von der Innenseite des Memorienportals des Mainzer Doms im Mittelpunkt. Hinzu kommen die erst neuerdings erforschten Fragmente des Mainzer Ostlettners, entstanden in der Nachfolge Gertheners. Sie lassen aus unmittelbarer Nähe die Erfindungen Madern Gertheners und die Virtuosität spätgotischer Seinmetzarbeiten deutlich werden.

So versteht sich diese Ausstellung als eine Sehschule. Im dritten Teil stehen den historischen moderne Medien gegenüber. Die im Zusammenhang mit der Turmsanierung erstellten Photogrammetrien – genaue Vermaßungen – zeigen exakt, wieviel mittelalterliche Bausubstanz noch vorhanden ist – mehr als gedacht – und mit welcher Geschwindigkeit gebaut wurde. Den Steinmetzzeichen kommt hier eine besondere Bedeutung zu.

Mit unserer kleinen, jedoch mit äußerst hochkarätigen Exponaten dem Anlass angemessenen Ausstellung möchten wir zeigen, wie sehr Madern Gerthener unsere Stadt geprägt hat und noch heute hier präsent ist. Unser Ziel ist es, die komplexe gotische Architektursprache, der Madern Gerthener eine ganz eigene, organische Prägung gegeben hat, in seinem Sinne erfahrbar zu machen.

Programm zur Ausstellung

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung


an den Wochenenden im Advent, 15.00 Uhr
28./29.11., 5./6.12., 12./13.12., 19./20.12.
Teilnahme an den Führungen im Eintrittspreis inbegriffen

Vorträge

Mittwoch, 25. November, 19.30 Uhr
Madern Gerthener als Baumeister des Frankfurter Domturms

Prof. Dr. Gerhard Ringshausen , Lüneburg

Mittwoch, 9. Dezember 2015, 19.00 Uhr
„Alter Pfarrturm, neu geboren“ – 
Zur Wiederherstellung und zum Ausbau des Frankfurter Domturms unter Franz Joseph Denzinger

Dr. Ulrike Schubert, Frankfurt am Main
In Kooperation mit dem Kuratorium Kulturelles Frankfurt
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Mittwoch, 13. Januar 2016, 19.00 Uhr
Wie baute man einen Turm? 
Der mittelalterliche Baubetrieb in Bildern

Katja Schröck M. A., Dresden

Alle Vorträge finden im Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt, statt. Eintritt frei

Turmführungen

Montag, 30. November und Montag, 14. Dezember 2015, 18.00 Uhr
Mit Dr. Ulrike Schubert
Anmeldung unter: 069.78089255
Treffpunkt: Eingang zum Domturm, Teilnahme: 5 €

Stadtführung

Sonntag, 13. Dezember 2015, 11.30–13.30 Uhr
Madern Gerthener – Spurensuche in der Frankfurter City

Mit Björn Wissenbach
Anmeldung unter: 069.8008718 290 oder info@dommuseum-frankfurt.de
Treffpunkt: Eschenheimer Turm, Teilnahme: 10 € (inkl. Eintritt in die Ausstellung)

Informationen zur Ausstellung

Ausstellungsdauer

20. November 2015 – 24. Januar 2016

Öffnungszeiten

Montag–Freitag: 10–17 Uhr
Samstag + Sonntag: 11–17 Uhr

Geschlossen
24., 25., 31. Dezember 2015

Eintritt

4 Euro, ermäßigt 2 Euro

Katalog

Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Verlag Schnell und Steiner, Regensburg.

Informationen, Anmeldung und Buchung privater Führungen

Sekretariat des Dommuseums: 069 800 8718 290

Museumskasse: 069 13376186

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