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Création du monde no.2

Création du monde no.2
Création du monde no.2
© Axel Schneider

La Création du Monde

La Création du Monde (Die Erschaffung der Welt) ist eine über 250 m² große, aus unterschiedlichen Stoffen angefertigte Weltkarte. Die Textilcollage umfasst sieben Teile, die Julia Krause-Harder in einem fast drei Jahre dauernden Arbeitsprozess geschaffen hat.

Auf Reisen und in vielen Recherchen beschäftigt sich Julia Krause-Harder seit vielen Jahren mit Grenzverläufen und mit der Urgeschichte vieler Länder. Mit ihrer Arbeit zeigt sie nun ihre Perspektive auf die Welt. Für jedes Land wurde ein passender Stoff gewählt; Farben und Muster beziehen sich auf Eigenschaften des jeweiligen Landes oder Gebietes. An manchen Stellen gibt es zusätzlich Applikationen oder gestickte Schrift. Die verschiedenen Materialen sind verknüpft, verstrickt und vernäht. Aus den unterschiedlichen Stoffen entsteht ein reliefhaftes, vielfarbiges Bild.

Die Arbeit, von der Künstlerin für eine räumliche Installation geplant, bei der sich die Betrachter*innen gleichsam im Inneren der Welt befinden, sprengt die Dimensionen der meisten Ausstellungsräume. Im Dommuseum im historischen Kreuzgang des Frankfurter Doms werden Teile der Collage von der Decke abgehängt und wie ein großes Zelt präsentiert.

Auch in dieser Ausstellung kann – wie in der ersten Präsentation in der Goldstein Galerie – nur ein Teil der Arbeit gezeigt werden. Daher der Titel La Création du Monde No. 2

Julia Krause-Harder

Julia Krause-Harder (*1973) arbeitet seit 2009 als bildende Künstlerin im Atelier Goldstein. Ihr Werk ist durch eine tiefe Faszination für Paläontologie und Geografie geprägt. Seit 2005 erforscht sie Anatomie und Fundorte von Dinosauriern. Ihr Ziel ist die skulpturale Darstellung sämtlicher Dinosaurierarten. Aus allen möglichen Materialien, Alltagsgegenständen und Fundstücken wie Spielzeug, Kassetten, Kleidung oder Schnellheftern entstehen anatomisch präzise Elemente, die sie zu großen Kreaturen zusammenfügt.

Einen weiteren Werkkomplex bilden textile Bilder, die sie zumeist mit der Nähmaschine erstellt. Ihr zeichnerischer und malerischer Umgang mit Stoffen und Fäden lässt gleichermaßen formalistische wie erzählerische Kompositionen entstehen. Als ausgebildete Schneiderin legte sie 1999 ihre Gesellenprüfung ab und ist außerdem eine virtuose Strickerin eigener Entwürfe. Gegenwärtig arbeitet Julia Krause-Harder an einer Nachbildung des Matterhorns.

Ausstellungen (Auswahl): Mousonturm Frankfurt, Dommuseum Frankfurt, Kunstforum Wien, Museum of Old and New Art in Hobart, Australien, Musée Visionnaire, Zürich.

Sammlungen (Auswahl): Dommuseum Frankfurt, Marienkirche Aulhausen, Museum of Everything, London, Sammlung Hannah Rieger, Wien.

Publikation: Im Selbstverlag des Ateliers erscheint im Herbst Atelier Goldstein Heft #6 – Julia Krause-Harder

Atelier Goldstein

Das 2001 gegründete Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V. ist eine international erfolgreiche Produktionsstätte der Kunst außerordentlich begabter Künstler*innen mit Beeinträchtigung.

Eine eigens im Atelier Goldstein entwickelte Form der künstlerischen Assistenz ermöglicht es den Künstler*innen, sich ihrer eigenen Bildsprache zu versichern, sie auszubauen und zu professionalisieren.

Künstler*innen des Ateliers sind regelmäßig an nationalen wie internationalen Ausstellungen beteiligt; ihre Werke befinden sich mittlerweile in zahlreichen Sammlungen. Ein großes Projekt des Ateliers Goldstein war die Gestaltung der Ausstattung der Marienkirche Aulhausen (2017).

Das Atelier bespielt in Frankfurt einen eigenen Ausstellungsraum, die Goldstein Galerie in der Schweizer Straße 84.

Begleitprogramm und Führungen

10.10.2021 – 31.10.2021, jeden Sonntag um 16.00 Uhr Gespräch über die Ausstellung mit dem Atelier Goldstein. Bitte anmelden!

Weitere Termine werden in Kürze bekannt gegeben. 

 

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Bistum Limburg

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